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05

Nov
2014

No Comments

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By marcel

Das Ende von Spotify?

On 05, Nov 2014 | No Comments | In Allgemein | By marcel

Da ich selbst Musik mache und auch ein großer Fan von Spotify bin, hat mich der Artikel von t3n, bezüglich Taylor Swifts Verlassen von spotify, etwas nachdenklich gestimmt.

 

Die Musikbranche ist schon lange ein Berg- und Talfahrt. Die CD Verkäufe gehen zurück und die Musiker müssen sich einiges einfallen lassen, um in heutigen Zeiten Umsätze zu generieren. Es ist verdammt einfach geworden in den Besitz digitaler Kopien zu kommen. Dass das illegal ist, interessiert die meisten Nutzer wohl eher wenig, da die Konsequenzen kaum spürbar sind. Doch abgesehen von der Option illegal an die Daten zu kommen, spielen Anbieter wie spotify und Youtube der Musikbranche schon seit einiger Zeit in die Karten.

 

Man kann sich natürlich darüber streiten, ob das ganze gut oder schlecht ist für die Musikindustrie, aber wie in dem t3n Artikel zu lesen gibt es sehr viele Musiker, welche Anbietern wie spotify den Rücken zu kehren. So zum Beispiel Taylor Swift. Sie hat ihre Titel von spotify genommen, da die vorgegebenen Konditionen von Spotify zu gering wären und sie damit wohl ein Zeichen setzen will. Auch diverse andere Musiker haben sich über das Konditionsmodel von spotify beschwert und dazu aufgerufen den Dienst zu stornieren, aber geht es der Musikbranche wirklich so schlecht?

 

Klar, es wäre schön für die Künstler, wenn ihre Platte 1.000.000 gekauft werden würde, stattdessen wird ihr Album 15.000.000 abgespielt. Die Zahlen sind natürlich nur ein Beispiel. Mir stellt sich die Frage, ob die Musikbranche sich nicht etwas verrechnet bei der ganzen Geschichte. Schon länger wird ein offizieller Kampf zwischen Plattenfirmen, Künstlern, Streamingplattformen und Videoportalen wie YouTube ausgetragen, aber sprechen wir hier wirklich von einer Verschlechterung oder sind solche Anbieter sogar „die Rettung“ für die Musikbranche.

 

Natürlich kann das keiner beantworten, aber auch in dem von mir verlinkten Artikel sieht man in einigen Rechenbeispielen, dass die Konditionen gar nicht so schlecht für die Musiker sind wie sie zuerst erscheinen. Spotify selbst argumentiert mit einer einfachen Grafik, dass sie im Endeffekt mehr „Provision“ bezahlen als andere Anbieter wie Radio, Youtube usw. Natürlich ist die Kondition subjektiv gesehen ziemlich gering pro Play, aber bei Titeln welche täglich Millionenfach gehört werden, sprechen wir hier auch von einem Millionengeschäft für die Musikindustrie. Außerdem gehe ich konform, dass hier Hörer angesprochen werden, welche sich wahrscheinlich niemals ein Album (ob Digital oder als CD) gekauft hätten, aber Gefallen finden an der „Musikflatrate“ von Spotify.

 

Ich bezahle 10 Euro im Monat und habe kein schlechtes Gewissen. Früher habe ich mir auch CD´s von Freunden brennen lassen, jetzt bezahle ich 10 Euro im Monat, also bin ich das beste Beispiel für genutztes Potenzial 😉 Wenn ich einen Künstler unterstützen will und ein wirklicher Fan bin, kaufe ich mir sogar ziemlich oft Limited Editions. Mir ist aufgefallen, dass die Künstler sich bei ihren Alben auch immer mehr Mühe geben. Gerade in Deutschland ist es fast Standard geworden eine Album Box inkl. Poster, Shirts, DVD usw. anzubieten. Ich finde das Klasse und denke, dass sich die Branche in eine gute Richtung entwickelt. Trotzdem denke ich, dass die verschiedenen Anbieter sich mit Plattenfirmen und Künstlern an einen Tisch setzen sollten, um die verschiedenen Geschäfts- und Preismodelle zu optimieren und sich gegenseitig zu respektieren.

 

Welche Erfahrungen habt ihr? Findet ihr Streamingdienste wie spotify gut oder denkt ihr, dass sie die Branche zerstören? Woher bezieht ihr eure Musik? Schreibt es in die Kommentare! Auch wenn das mal eine ganz andere Thematik als sonst auf meinem Blog ist, freue ich mich auf den Meinungsaustausch =)

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