Ich wurde abgemahnt
Dass das irgendwann mal passieren würde, war mir so klar, wie das Amen in der Kirche. Ich wusste einfach, dass ich ich diese Erfahrung mitnehmen werde, wenn ich im Internet Geld verdienen will. Das ist auch ein großer Nachteil am Geld im Internet verdienen. Die Gefahr etwas falsches zu machen. Leider wurde ich nicht von einer Anwaltskanzlei abgemahnt sondern von der Wettbewerbszentrale. Die Abmahnung hat definitiv ihre Berechtigung und resultiert aus meiner Unwissenheit über ein Produkt, welches ich bewerbe. Das Produkt ist Kennzeichnungspflichtig. Leider ist diese Kennzeichnung bei mir nicht vorhanden, also werde ich zur Kasse gebeten. Es wurde auch erwähnt, dass der Hinweis von einem Mitbewerber kommt. Tja, so läuft das dunkle Business mit den Nischenseiten 😉

ich wurde abgemahnt © Pixelot - Fotolia.com
ich wurde abgemahnt © Pixelot – Fotolia.com

Schlechte Backlinks und Zugriffe auf mein Backend
Es geht hierbei um meine erste Nischenseite. Ich hatte schon mal erwähnt, das mir diese Seite sorgen macht, weil ich von dem Thema keine Ahnung hab und damals einfach nur Geld verdienen wollte. So einfach ist es dann leider nicht. Man muss sich schon Gedanken machen und mit Inhalten arbeiten von denen man weiß, dass man sie guten Gewissens so veröffentlichen kann.

Trotzdem gab es Keywords mit denen ich ein super Ranking hatte. Die Konkurrenz hat das wohl etwas gestört. Ich konnte über meine Statistiken ja ungefähr nachvollziehen von welcher Seite meine Besucher kamen und machte mir schon meine Gedanken.

Plötzlich hagelte es Spam und schlechte Backlinks auf meine Seite. Die Einnahmen wurden schlechter und das Ranking auch. Leider konnte ich hier nicht viel machen, aber ich fand es auch gar nicht so schlimm. Die Seite ist für mich ein gescheitertes Projekt aus dem ich nur lernen kann 🙂

Vor kurzem hab ich außerdem bemerkt, dass jemand versucht hat, über die bekannte Sicherheitslücke im fckeditor, Dateien hochzuladen. Außerdem wurde sehr oft versucht sich einzuloggen usw. Da kommt man schon ins schwitzen. Gestern lag zudem noch die Abmahnung auf dem Tisch.

Fazit
Was die Abmahnung angeht kann ich noch nicht viel sagen, aber ich denke, dass ich einfach bezahlen werde. Ich habe einen Fehler begangen und kann mich nicht durch Unwissenheit schützen. Ich hätte mich einfach informieren müssen. Trotzdem werde ich versuchen mit der Wettbewerbszentrale zu sprechen und meinen Standpunkt dazulegen. Ich weiß nicht ob das viel bringt, aber ich bin einfach ein Mensch der gerne das offene Gespräch sucht. Es gibt auch Urteile die besagen, dass eine Affiliate nicht im direkten Wettbewerb zu Herstellern und Lieferanten steht, da es sich lediglich um eine Weiterleitung handelt und man das Produkt selbst nicht vermarktet, aber ich muss hier ja kein Risiko eingehen. Ich werde euch weiter auf dem Laufendem halten. Wichtig ist es in einer solchen Situation erst mal ruhig zu bleiben und nicht direkt alles zu unterschreiben. Man sollte sich von einem Anwalt beraten lassen und das Gespräch suchen, dann kann man immer noch entscheiden.

About the author

Hi! Mein Name ist Marcel. Ich bin 27 Jahre alt und blogge leidenschaftlich gerne über meinen Beruf, Internetmarketing, Design und alles worauf ich gerade Lust habe. Begleite mich doch auf meiner Reise und folge mir auf einem meiner Social Media Profile oder hier. Ich freue mich über neue Kontakte :-)
19 Responses
  1. Das mit der Abmahnung ist wirklich sehr ärgerlich, und dann auch noch von der Wettbewerbszentrale. Waren die Einnahmen der Nischenseite denn wenigstens höher als die Kosten der Abmahnung?

    Zum Spam schreibst du:

    Plötzlich hagelte es Spam und schlechte Backlinks auf meine Seite. Die Einnahmen wurden schlechter und das Ranking auch.

    Was meinst du damit? Wurden Spam-Kommentare auf deiner Website geschrieben, und Google hat dich daraufhin aufgrund von Spam auf deiner Website im Ranking heruntergestuft? Oder wurden massenhaft Spam-Links von anderen Webseiten aus gesetzt, die auf deine Website verweisen, was Google wiederum als Manipulations-Versuch aufgefasst hat? Das ging aus deinem Beitrag nicht klar hervor.

    Ich habe mich bei meinen Webseiten dafür entscheiden, einen Anti-Abmahn-Service zu nutzen, der die rechtliche Verantwortung für meine Webseiten übernimmt, und somit auch im Impressum steht. Da sich ein solcher Service im Ausland befindet, unterliegt er logischerweise nicht den deutschen Gesetzen, sondern den des entsprechenden Landes, wo man hingegen nicht wegen jeder Kleinigkeit sofort abgemahnt werden kann. Falls es mal eine kleine Rechtsunstimmigkeit auf der Website gibt, so werde ich darüber informiert und kann sie beheben, erhalte aber nicht gleich eine Abmahnung von einer Anwaltskanzlei. Wie das aber bei einem Wettbewerbsverstoß aussieht weiß ich nicht.

    Was den Spam angeht, so kannst du einfach Anti-Spam-Plugins wie z.B. Antispam Bee nutzen, falls du Spam-Kommentare in WordPress bekommst.

    Bei Spam-Links die auf deine Seite zeigen und nicht vor dir selbst erstellt wurden, aber von Google fälschlicherweise als Manipulationsversuch erkannt werden, würde ich mich an Google wenden, und denen das Problem schildern. Eventuell müsstest du dazu in die Webmaster-Tools von Google gehen, und unter „manuelle Maßnahmen“ nachschauen, ob irgendwelche Verstöße gegen die Webmaster-Richtlinien vorliegen. Siehe dazu auch: https://support.google.com/webmasters/answer/2604824?hl=de

    1. marcel

      Hey, vielen Dank erst mal 🙂
      Spam-Kommentare und seltsame Backlinks. Die Kommentare sind ja nicht schlimm.. Die werden zum größten Teil auch geblockt. Ich wurde nicht von Google abgestraft, aber habe auch nicht das Gefühl, dass es meiner Seite unglaublich gut tut 😉 Vielleicht irre ich mich auch, aber finde die Zufälle sehr seltsam und könnte mir vorstellen, dass ich da draußen einige Feinde habe. Darf ich fragen welchen Anti-Abmahn-Service du nutzt, das hört sich wirklich interessant an. Man wird leider so schnell für irgendwelche Nichtigkeiten abgemahnt.. Ich denke nicht, dass das der Sinn hinter der Einführung von Abmahnungen war. Ich werde die Seite wahrscheinlich aufgeben und mich neuen Projekten widmen. Die Einnahmen in den letzten 12 Monaten decken sich ungefähr mit den Kosten der Abmahnung 😀

      1. Vielleicht haben deine Konkurrenten ja ihre eigenen Seiten besser für Suchmaschinen optimiert, sodass sie dich in den Suchergebnissen überholt haben, und du nach unten gerutscht bist.

        Ich nutze momentan den Anti-Abmahn-Service von Deuru, einem recht kleinen dafür aber kostengünstigen Service, und quasi ein „Ein-Mann-Betrieb“. Der Betreiber wohnt in Uruguay, und bietet von da aus seinen Impresservice an.

        1. marcel

          Ja das kann natürlich alles sein. Die Konkurrenz war auch besser aufgestellt, so ist es nicht. Mir wurde aber auch gesagt, dass die Abmahnung von einem „Mitbewerber“ kommt. Die Zentrale für UWG ist erst durch diesen Hinweis auf meine Seite aufmerksam geworden.

          Das sieht interessant aus, Dankeschön.

        2. marcel

          Auf der anderen Seite ist es ja kein Problem rauszufinden wer hinter einer Seite steckt (Whois Tool usw.) Ich denke, das macht nur Sinn, wenn man seine Seite auch von einem anderem hosten lässt.

  2. Hallo,

    bin gerade auf den Artikel hier gestoßen. Warum hast du denn nun genau die Abmahnung bekommen, habe das nicht ganz verstanden. Weil du Produkte verkauft hast, welche du falsch gekennzeichnet hast? Denke bei Abmahnungen meist direkt an irgendwas wegen Runterladen oder Urheberrechtsverletzung.

    Lieben Gruß

    1. marcel

      Hey,
      habe das ganze etwas unverständlich formuliert, sorry. Möchte auch nicht zu sehr ins Detail gehen.

      Grundlegend wurde ich wegen unlauteren Wettbewerb abgemahnt, weil ich ein Produkt beworben habe (auf einer Nischenseite von mir), welches nach bestimmten Richtlinien gekennzeichnet werden muss, weil es bei falscher Anwendung gesundheitsschädlich sein kann.

      Ich habe das Produkt zwar gekennzeichnet, aber diese Verordnung besagt, dass sich die Kennzeichnung optisch hervorheben und ganz klar formuliert werden muss.

      Gruß Marcel

      1. Hey Marcel,

        vorab sorry zu der Abmahnung, sowas ist echt ganz großer Mist..

        Mich interessiert dabei, ob du als Affiliate tätig warst? Ichdange auch gerade an eine Seite zu betreiben, wo ich Produkte anbiete und diese selber beschreibe. Allerdings verlinke ich lediglich zu Amazon (Partnerprogramm). Wenn ich nur mit Affiliate Links „handel“ und nicht direkt mit einem Warenkorbsystem etc. bin ich dann auch in solch einer Verpflichtung, gewisse Produkte dementsprechend zu kennzeichnen, oder kann ich mich da auf eine Art „Steht alles bei Amazon“ berufen? Weißt du da vielleicht mehr?

        Beste Grüße, Skatze

        1. marcel

          Hey Skatze,

          ja, ich war/bin als Affiliate tätig und habe lediglich Produkte beworben und auf das Amazon Partnerprogramm verlinkt. Das interessiert die zuständigen Behörden aber leider nicht, denn du bewirbst ein Produkt und trägst somit auch eine Verantwortung für die Aussage. Bei mir ging es um einen Biozid Schimmelentferner. Die sind leider Kennzeichnungspflichtig. Man muss angeben, dass gewisse Gefahren bestehen und man auf das Etikett achten soll usw.. Diese Angabe wurde sogar von mir gemacht, aber nicht optisch hervorgehoben und vom Werbetext getrennt. Du siehst: Hier wird extrem auf´s Detail geachtet, wenn dir jemand was böses will. Auf der anderen Seite sind solche Verordnungen natürlich wichtig. Man hätte sicherlich dagegen vorgehen können, aber das wäre schnell in die Tausende gegangen und im Zweifelsfall hast du spätestens dann ein Problem.

          Hier z.b. was ganz interessantes: http://www.internetrecht-rostock.de/abmahnung-amazon-partnerprogramm.htm

          Das hab ich der Einrichtung auch gesagt, aber die hätten es drauf ankommen lassen und das wollte ich nicht. Mein Tipp: informier dich genau über dein Produkt und kennzeichne die Links als Affiliatelinks. Außerdem musst du den Rechtstext vom Amazon Partnerprogramm in dein Impressum einbinden und erkenntlich machen, dass du mit diesem Partnerprogramm arbeitest. Hier gibt es sehr viele Grauzonen, aber genau das kann einem leider auch zum Nachteil werden. Ich hoffe, ich konnte dir helfen 🙂

        2. marcel

          Deine Seite sieht übrigens super aus. Ich glaube du musst dir hier auch keine großen Sorgen machen, was Quellen, Links, Bilder usw. angeht hast du dich ja ganz gut abgesichert 🙂

          1. Hey Marcel,

            vielen Dank für deine Informationen. Ich werde mich da noch einw enig genauer mit beschäftigen. Sitze zwar schon seit ner gefühlten halben Ewigkeit daran, alles recht sicher zu machen. Aber wie du schon sagst, wenn dir einer was böses will, dann findet er auch mit Sicherheit etwas..

            Und danke vielmals für dein Feedback, freut mich! 🙂

            Besten Gruß!

  3. Hi, also ich finde es auch fast schon normal, dass jeder, der sich im Web bewegt, irgendwann eine Abmahnung erhält, aber auch selbst welche ausschickt. Mir ist beides passiert, und ich sehe es so, dass man sich mit dem Thema ernsthaft auseinandersetzen muss. Meist passiert das aber erst, nachdem man Lehrgeld bezahlt hat. LG, Steffi

    1. marcel

      Hi, ja das stimmt wohl. Mir ist es auch schon oft passiert, dass meine Bilder einfach für die eigene Werbung etc. genutzt wurde, aber ich hab keine rechtlichen Schritte eingeleitet, da es sich um eine Privatperson handelte, die es einfach nicht besser wusste 😉 Lehrgeld gehört einfach dazu, ich finde das nicht schlimm 🙂 LG Marcel

  4. Die Sache mit den Abmahnungen…

    Ich, oder Wir als Team von http://www.poltec-magazin (einem Blog von Studenten) wurden auch schon abgemahnt. Leider von einem Anwalt, weil bei den Fotorechten einen kleinen Zusatznamen vergessen hatten. Dann war es auch noch ein Porträt, hat leider die ganze Sache nicht besser gemacht. Aber wir hatten auf zweierlei Weiße Glück, unsere Dozenin in Medienrecht hat uns geholfen und war kompetenter als der Abmahnanwalt (der hat sich aber auch Sachen geleistet, Rechtschreibung und die ein oder ander Beleidigung, einmal direkt gegen unsere Dozentin). Zweites haben wir daraus etwas gelernt und achten darauf den Fehler nicht noch mal zu machen.

    Ich wünsche dir das selbe Glück das wir hatten und du da heil, ohne Verluste, raus kommst.

    Grüße
    Nathanael

  5. Sebastian

    ist ja schon länger her, der Post.

    Meine Frage dazu, wie muss denn die Kennzeichnungspflichtig bei einem Biozid Produkt aussehen? Gibt es da klare Regeln? Ich möchte in meinem Blog nämlich über einen Ameisenköder schreiben, den ich im Garten nutzen möchte (auch ein Biozid), habe jetzt aber auch Angst, abgemahnt zu werden (auch wenn es nur ein priv. Blog ist)…

    Viele Grüße,
    Sebastian

  6. […] Ich denke, dass ich hierzu nicht viel sagen muss. Solche Produkte unterliegen gewissen Auflagen und sollten nur von Profis vermarktet werden. Gibst du eine falsche Beratung ab oder vergisst einen Hinweis bezüglich Gefahrenstoffe, kann das schnell gefährlich für deine Leser werden und im Umkehrschluss auch sehr teuer für dich. Ich selbst wurde abgemahnt, da ich ein Schimmelprodukt vermarktet habe, welches nur mit gewissen Hinweisen beworben werden darf. Lese den Artikel zu meiner Abmahnung hier. […]

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